Dekontaminationsgruppe Personal




Die Dekontaminationsgruppe Personal dekontamiert Personal nach atomaren, biologischen oder chemischen Schadenslagen. Sie ist dazu mit dem Dekontaminations-Mehrzweck-Fahrzeug (DMF) ausgestattet.
Unter Dekontamination versteht man die vollständige Beseitigung eines oder mehrerer radioakiver, biologischer oder chemischer Stoffe von einer Oberfläche und, sofern eingedrungen, auch aus den darunterliegenden Schichten.

Neben dem Gruppenführer sind in dieser Gruppe Helfer mit der Ausbildung zum Sanitätshelfer, Starkstromelektriker, Kraftfahrer Klasse B und C sowie Kfz-Mechaniker.

Priorität für den Aufbau und Betrieb der Dekontaminationsstelle für Personal haben zunächst ortsfeste Anlagen (z.B. Sporthallen, Schwimmbäder usw.) Sie kann jedoch auch an jedem anderen Ort, möglichst in der Nähe einer Wasserentnahmestelle, aufgebaut und betrieben werden. Ist keine Wasserentnahmestelle in der Nähe, muß die Gruppe durch Wassertransport (Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk) unterstützt werden.

Der Aufbau außerhalb ortsfester Anlagen wird durch die voll beweglich mitzuführende Dekontaminations-Ausstattung auf dem DMF ermöglicht.

Auch das neue Dekontaminatinons-Mehrzweckfahrzeug (DMF) ist mit allen Geräten und Materialien zur Dekontamination von Material und Personal ausgestattet. Im Gegensatz zum alten DMF (siehe Dekontaminationsgruppe Material) ist das Material jedoch nicht fest verlastet. Dies bedeutet für die Dekontaminationsgruppen erhebliche Mehrarbeit.



Um die Mehrarbeit in Grenzen zu halten, wurde das Material "portioniert" und in handliche Materialpakete zweckmäßig zusammengestellt. Für diese Materialpakete haben sich die Dekontaminationsgruppen Eigenkonstruktionen zum rollenden Transport in mühevoller Arbeit selbst hergerichtet.